Über das Christkind

Richard_Ernst_Kepler_-_Im_Lande_des_Christkinds

Einer der ersten Adventskalender (1903)

In 11 Tagen kommt das Christkind? Aber was hat es eigentlich auf sich mit diesem Brauchtum? Das Christkind ist eine vor allem in Österreich, in Südtirol, in der Schweiz, in Ungarn, in Tschechien, in der Slowakei, in Südbrasilien, in katholischen Regionen Deutschlands sowie in der Region um Nürnberg verbreitete Symbolfigur des Weihnachtsfestes. Der Erzählung nach kommt das Christkind zu Weihnachten und bringt, ohne gesehen zu werden, die Weihnachtsgeschenke. Es wird häufig als blondgelocktes Kind mit Flügeln und Heiligenschein dargestellt. Umgangssprachlich wird das Christkind häufig mit dem Christuskind, der Darstellung des neugeborenen Christus, gleichgesetzt.

Das Verhältnis zwischen Christkind, Nikolaus und Weihnachtsmann als Gabenbringer ist komplex und entwickelte sich regional unterschiedlich.

Im Mittelalter wurden die Kinder am Nikolaustag (6. Dezember) oder am Tag der unschuldigen Kinder (28. Dezember) beschenkt; die Bescherung am Heiligabend bzw. am ersten Weihnachtsfeiertag, wie sie heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Die Protestanten lehnten jedoch die römisch-katholische Form der Heiligenverehrung – und damit auch die Verehrung des heiligen Nikolaus – ab. Daher ersetzte mit hoher Wahrscheinlichkeit Martin Luther im 16. Jahrhundert den Nikolaus durch den „Heiligen Christ“ und verlegte die Beschenkung auf den 25. Dezember. Andernorts – wie in der reformierten Schweiz – fand die Bescherung bis ins 19. Jahrhundert am Neujahrstag statt. Mit „Heiliger Christ“ war Jesus Christus gemeint, jedoch nicht in der Personifikation des neugeborenen Jesuskindes. Über die Jahre entwickelte sich die Bezeichnung „Christkind“ und die Vorstellung als engelsgleiche Erscheinung. Das Christkind verselbständigte sich zusehends und die Verbindung zu Jesus Christus wurde immer unklarer. In der reformierten Schweiz wurde es – entsprechend dem hier (früher) gültigen Bescherungstag – denn auch zum Neujahrskind. Die engelsgleiche Darstellung hat ihren Ursprung vermutlich in weihnachtlichen Umzugsbräuchen und Krippenspielen, bei denen häufig eine Engelsschar von einem „Christkind“ angeführt wurde. Das Christkind verbreitete sich zunächst im evangelischen Deutschland. Später breitete sich der Brauch ins Rheinland, dann zusammen mit Adventskranz und Weihnachtsbaum nach Bayern und Österreich aus.

Diese Entwicklungslinie wurde aber von zwei entgegenlaufenden gekreuzt: Einerseits wurde das Christkind in Nord- und in Teilen von Mitteldeutschland bei den Protestanten immer mehr vom Weihnachtsmann abgelöst, anderseits verdrängte das Christkind in der Schweiz immer mehr den zuvor hier sowohl katholischen wie auch protestantischen Nikolaus (Chlaus). So war es nicht nur in der katholischen, sondern auch in Teilen der reformierten Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert nicht etwa das lutherische oder katholische Christkind, sondern der Chlaus (also Nikolaus), der in den Tagen um Weihnachten oder an Silvester die Geschenke brachte. Noch Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der reformierten Schweiz das Christkind an manchen Orten als katholisch bzw. als Import aus dem katholischen Süddeutschland empfunden. Im 20. Jahrhundert wurde der Nikolaus jedoch auch hier vom Christkind verdrängt. Somit finden wir heute die Situation vor, dass das Christkind hauptsächlich einerseits in mehrheitlich katholischen Gebieten wie Österreich, Bayern, den katholischen Teilen Baden-Württembergs und den Rheinlanden, anderseits aber auch in den traditionell evangelischen Regionen Frankens, Baden-Württembergs, der Pfalz und Hessens sowie in der Deutschschweiz überhaupt verbreitet ist.

Das Christkind ist heute, wie der Weihnachtsmann oder der Nikolaus, eine Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens. Erwachsene erzählen ihren Kindern, dass es im Allgemeinen ungesehen an Heiligabend oder in manchen Regionen auch in der Nacht zum 25. Dezember in die Häuser kommt und die Weihnachtsgeschenke bringt. Früher kam oft eine engelsgleiche Christkind-Darstellerin zur Bescherung in die Familien und mancherorts besteht dieser Brauch auch heute noch. In den letzten Jahren wurde das Christkind immer mehr zu Werbezwecken verwendet, besonders oft als Mädchen mit blondem Haar und blauen Augen.

Quelle: Wikipedia

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wetterDie letzten Vorbereitungsarbeiten sind abschlossen und in wenigen Stunden öffnen wir unsere Pforten. Alle Standln und die Verkaufsstände der Aussteller werden gerade fertig aufgeputzt, es wird wieder eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken aber auch tolles Kunsthandwerk zu erwerben geben. Und die Wettervorhersage sieht auch nicht so schlecht aus, Regen ist glücklicherweise keiner zu erwarten.