Über den Christkindlmarkt

Christkind mit Bilderbuch. Ausschnitt aus der Erstausgabe des Struwwelpeter (1845) - Quelle: Wikipedia

Christkind mit Bilderbuch. Ausschnitt aus der Erstausgabe des Struwwelpeter (1845) – Quelle: Wikipedia

Das Christkind ist eine vor allem in Österreich, in Südtirol, in der Schweiz, in Ungarn, in Tschechien, in der Slowakei, in Südbrasilien (!), in katholischen Regionen Deutschlands sowie in der Region um Nürnberg verbreitete Symbolfigur des Weihnachtsfestes. Der Erzählung nach kommt das Christkind zu Weihnachten und bringt, ohne gesehen zu werden, die Weihnachtsgeschenke. Es wird häufig als blondgelocktes Kind mit Flügeln und Heiligenschein dargestellt. Umgangssprachlich wird das Christkind häufig mit dem Christuskind, der Darstellung des neugeborenen Christus, gleichgesetzt.

An vielen Orten wird in der Vorweihnachtszeit ein Christkindlmarkt abgehalten. Diese Weihnachtsmärkte gehen zurück auf spätmittelalterliche Verkaufsmessen und – häufig eintägige – Märkte, die den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände für die Kleinigkeiten auf dem Markt zu errichten, die die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekamen; auch Stände mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln gab es damals bereits. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums.

Wir haben diese schöne Tradition auch in Großweikersdorf wieder aufleben lassen. Der nächste Christkindlmarkt ist nicht mehr fern 🙂