Über Perchten

krampusPerchten sind im bayerisch-österreichischen alpenländischen Brauchtum vorkommende Gestalten, die vor allem Ende Dezember und im Januar auftreten. Ihr Name steht wohl im Zusammenhang mit der Sagengestalt der Perchta, die allerdings ihrerseits eine ungeklärte Herkunft hat. Eine Theorie zur Namensgebung geht davon aus, dass sich der Begriff von mittelhochdeutsch berchttac, berchtnacht, dem mittelalterlichen Wort für den Feiertag der Erscheinung des Herrn (Epiphanias), heute das Dreikönigsfest am 6. Januar, herleitet; mittelhochdeutsch bercht bedeutete ‚glänzend‘, ‚leuchtend‘ (vgl. englisch bright ‚hell‘).

Die Perchten verkörpern allgemein zwei Gruppen, die „guten“ Schönperchten, und die „bösen“ Schiechperchten. Wichtiges Utensil der Perchten ist die Glocke, mit der nach populärer Deutung der Winter – bzw. die bösen Geister des Winters – ausgetrieben werden soll (Winteraustreiben, bzw. Austreiben des alten Jahres). Der Besuch von Perchten wird bisweilen im Volksmund als glücksbringendes Omen hochgehalten. Inwieweit das Perchtenlaufen wirklich auf heidnische Bräuche zurückgeht, ist umstritten.

Am 29. November findet auf jeden Fall wieder der mittlerweile schon traditionelle Kramauslauf im Rahmen unseres Christkindlmarkts durch den Brauchtumsverein DämonenPass Kamptal statt. Dieser Verein wurde im Jahr 2002 von den Mitgliedern Stefan Mayerhofer, Andreas Blecha und Christoph Firlinger gegründet. Bis heute hat sich die Mitgliederanzahl auf rund 26 Personen (Krampusse, Teufel, Enger und Begleitpersonal) erhöht. Das Ziel des DämonenPass Kamptal ist es, das Jahrhunderte alte Brauchtum des Krampus bzw. Perchtenlaufens auch im Osten Österreichs nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.